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FOKUS
Europäischer Stationenweg
Da wo alles begann

Wenige historische Ereignisse haben europaweit so viel verändert wie die Reformation. Das gesellschaftliche Erdbeben, das vor 500 Jahren von Wittenberg, Zürich, Genf und vielen anderen Orten ausging, hat das Miteinander Europas verändert. Von Europa aus strahlte diese Bewegung auf andere Kontinente, prägte Kulturen und Regionen.

500 Jahre später durchläuft der rote Faden Reformation erneut ganz Europa. Dazu knüpft der «Europäische Stationenweg» ab November 2016 ein Band. Ein Event-Truck verbindet zwischen dem 3.?November 2016 und 20. Mai 2017 67 Orte in 19 Ländern Europas. Städte in den Niederlanden und in Ungarn, in Slowenien und Irland werden ebenso angefahren wie Rom, Augsburg, Worms und die Wartburg. Acht Schweizer Reformationsstädte sind Teil dieser Reise, die am 3.?November 2016 in Genf beginnt. Im Mai 2017 kommt dieser Weg in Mitteldeutschland an und mündet in Wittenberg in die Weltausstellung Reformation.

36 Stunden hält der Truck in jeder Stadt. Multimedial in Wort und Bild zeigen die Städte, was die Reformation vor Ort bedeutet, welche Ideen und Konzepte bis heute prägen und welchen Beitrag der Protestantismus für Europa heute und morgen leistet. Jede Station präsentiert sich mit eigenem Slogan und Programm.

500 Jahre Reformation: Eröffnungszeremonie in Genf
Obertoggenburg: Reformation ländlich

3.–4. November 2016: Genf
Genf, Reformationsstadt, internationale und ökumenische Metropole, Stadt des Friedens 

2017 feiern wir die Reformation als die Geschichte einer Transformation: Das Jubiläum erzählt uns davon, welchen Einfluss die Reformation auf unsere Städte, den Baustil, die Menschen und ihre Umgebung hatte. Aus genau diesem Grunde präsentiert sich die Stadt Calvins als Reformationsstadt, internationale und ökumenische Metropole und Stadt des Friedens. An runden Tischen werden theologische Grundlagen aktualisiert; die internationalen Organisationen stellen ihr humanitäres Engagement für Gerechtigkeit und Frieden vor; das Internationale Museum der Reformation erinnert an die geschichtlichen Meilensteine; ein App-Parcours führt in der Genfer Altstadt auf die Spuren der Reformation.

>> 500 Jahre Reformation in Genf

5.–6. November 2016: Lausanne
Lausanne, Weltstadt des Sports, Etappe der Reformation

Lausanne ist eng mit dem Sport verbunden. Sitz des Internationalen Olympischen Komitees seit 1915, erhält sie 1994 den Titel Olympische Hauptstadt. Nun war aber Lausanne schon 1536 Schauplatz eines Turniers: Im Oktober des Jahres standen die Glaubens­athleten Guillaume Farel, Johannes Calvin und Pierre Viret gemeinsam anlässlich eines theologischen Wettstreites mit katholischen Vertretern auf dem Podium. Ihr Sieg machte Lausanne zu einer wichtigen Etappe des reformierten Protestantismus.

>> 500 Jahre Reformation in Lausanne

8.–9. November 2016: Neuenburg
Neuenburg war ihr Zufluchtsort und ihre Heimat.

Dieses Motto steht auf dem Denkmal der Zuflucht, einer 1938 von dem Künstler Paolo Röthlisberger gestalteten Holzskulptur. Die Anzahl der Hugenotten und Waldenser, die zwischen 1661 und 1697 bei ihrer Durchreise durch Neuenburg Unterstützung erfuhren, wird auf 23'000 geschätzt. 5600 Personen wurden in Neuenburg aufgenommen, obgleich diese Stadt damals nur knapp 3000 Einwohnerinnen und Einwohner zählte. Die intellektuellen und geistlichen Aktivitäten werden durch die Hugenotten stark angeregt. Sie hatten jedoch in diesem kleinen Land keinerlei berufliche Perspektive und mussten weiterziehen.

>> 500 Jahre Reformation in Neuenburg

11.–12. November 2016: Basel
Ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist eine Kraft Gottes zum Heil aller Glaubenden. Römer 1, 16

Das Wort aus dem Römerbrief stand über der Basler Reformationsordnung vom 1. April 1529, damals kreisrund ums Stadtwappen, den Baslerstab, geschrieben. Das Wort trifft für unsere Stadt ins Schwarze. Unsere Kirchen sind klein. Von denen, die noch Kirchenmitglieder sind und die ihren Beitrag leisten, genieren sich wohl nicht wenige, noch dazuzugehören, und Jahr für Jahr verlassen immer noch zu viele Menschen ihre Kirche. Es braucht heute freien, offenen Mut, sich zum christlichen Glauben zu bekennen.

>> 500 Jahre Reformation in Basel

21.–22. Dezember 2016: Wildhaus
Wir Menschen sind Geborene

An einem Geburtsort, kurz vor Weihnachten, heisst das Motto von Wildhaus stimmig: «Wir Menschen sind Geborene». Denn das Da-Sein liegt vor dem Tun. Auch ein Reformator muss erst einmal geboren sein: Ulrich Zwingli kam am 1.1.1484 in Wildhaus zur Welt. Das Geburtshaus von Zwingli kann noch heute in Wildhaus besichtigt werden. Zudem erfahren Besucher ab dem 20. Dezember 2016 in einer Sonderausstellung Wissenswertes über Zwinglis Heimat und sein Leben und Wirken.

>> 500 Jahre Reformation in Wildhaus

Chur: Reformation alpin
Zürich: Reformation zwischen Frau- und Grossmünster

3.–4. Januar 2017: Bern
Im Zentrum – unterwegs zur Mitte

Parallel zum Geschichtenmobil auf dem Münsterplatz laden wir zu einer Wanderung durch einen Stationenweg im Kleinformat im Berner Münster ein. Auf unterhaltsame Weise erleben die Besucher eine Reihe von «Wenden» aus Geschichte und Gegenwart, welche das Gesicht der Kirche geprägt haben. Begleiten Sie uns durch diese Vielfalt und lassen Sie sich darauf ein!

>> 500 Jahre Reformation in Bern

6.–7. Januar 2017: Zürich
Immer zu erneuern – «Mein Bogen verjüngt sich in meiner Hand.» Hiob 29,20

Klar unterwegs sein. Mir und den andern gut zusprechen, einander bestärken. Zu Quellen vordringen und vorwärts gehen, hin zu verheissendem Fremdem und Fernem. Und dies mit starken Mitteln: mit Bogen, Stift und heutigen Werkzeugen und Tools. Der Zeit angepasst und aus der Zeit hinaus – neu reformiert sein! 

>> 500 Jahre Reformation in Zürich

13.–14. Januar 2017: Chur
Chur – Wo Berg- und Talfahrt zur Kirche gehören

Chur ist die älteste Stadt der Schweiz und seit dem 4. Jahrhundert Sitz des ersten Bistums nördlich der Alpen. Mit der Reformation von 1527 wurde die bereits vorher umstrittene Macht des Bischofs vollends zurückgebunden. Die Reformation zog sich im freiheitsliebenden Freistaat der Drei Bünde über mehr als 100 Jahre hin. Jede Gemeinde entschied autonom. Deshalb stehen am 14. Januar 2017 Geschichten aus unterschiedlichen Regionen unseres vielfältigen Kantons im Zentrum.

>> 500 Jahre Reformation in Chur