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PROFESSIONELL
Kurz vor dem Ziel: die Konferenz «Diakonie Schweiz»
Die mit der «Motion Diakonie» angestossene Reorganisation der diakonischen Landschaft auf nationaler Ebene steht kurz vor dem erfolgreichen Abschluss: Die neue Konferenz «Diakonie Schweiz» des Kirchenbundes nimmt Anfang 2017 ihre Arbeit auf.

Umbrüche in der Diakonielandschaft als  Auslöser für die «Motion Diakonie»

Die nationale Diakonielandschaft befindet sich seit einigen Jahren im Umbruch. Verschiedene kirchlich-diakonische Organisationen bestehen nebeneinander, ohne dass restlos geklärt ist, welche Organisation in wessen Auftrag welche Aufgaben wahrnimmt. Diese Unübersichtlichkeit hat die Abgeordnetenversammlung (AV) des Kirchenbundes im Herbst 2011 dazu bewogen, die sogenannte «Motion Diakonie» zu überweisen und damit den Rat zu beauftragen, eine Bündelung und Koordination in der diakonischen Landschaft herbeizuführen. Mit dieser Motion wurde eines der umfangreicheren Reorganisationsprojekte des Kirchenbundes angestossen.

In einer ersten Phase hatten sich beauftragte Fachleute einen Überblick über die komplexen Organisationsstrukturen verschafft und darauf aufbauend eine Vereinfachung und Straffung vorgeschlagen: Die AV hat im Herbst 2014 dem Bericht «Diakonie Schweiz» zugestimmt, welcher vorsah, drei diakonische Institutionen (Diakoniekonferenz, Deutschschweizerische Diakonatskonferenz DDK, Web-Projekt diakonie.ch) unter dem Dach des Kirchenbunds zusammenzuschliessen.

Interview mit Pfr. Dr. Simon Hofstetter, Beauftragter für Recht und Gesellschaft, Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund.
Soziale Integration von klein auf © HEKS, Annette Boutellier

Start der Konferenz «Diakonie Schweiz» ab Anfang 2017 

Beim Kirchenbund mussten zuerst die rechtlichen Grundlagen für die neue Struktur geschaffen werden. Sodann musste die Deutschschweizerische Diakonatskonferenz (DDK) dergestalt umgewandelt werden, dass ihre Struktur zwar abgeschafft, ihre Aufgaben jedoch in die neue Struktur übertragen wurden. Schliesslich wurde die Kirchenkonferenz (KIKO) als bisherige Trägerin von diakonie.ch ersucht, die Finanzierung für das Webprojekt sicherzustellen.

Diese Arbeiten sind nun so weit fortgeschritten, dass die neue Struktur als Konferenz «Diakonie Schweiz» des Kirchenbundes per Anfang 2017 ihren Betrieb wird aufnehmen können. Sie wird ab diesem Zeitpunkt den Informationsaustausch zu gemeinde­diakonischen Projekten fördern, den Dialog mit der diakoniewissenschaftlichen Forschung pflegen sowie die Kontakte zu europäischen Diakonienetzwerken sicherstellen. Darüber hinaus übernimmt die Konferenz von der DDK das Mandat zur Fortschreibung der Mindestanforderungen für den sozialdiakonischen Dienst sowie für die Zulassung zum sozial-diakonischen Dienst.

Die Beteiligten erhoffen sich, in der neuen Konferenz «Diakonie Schweiz» die diakonischen Arbeiten in Zukunft «aus einer Hand» leisten zu können. Das Ziel ist, die Aufgaben aufeinander abgestimmt zu bewältigen, die Effizienz zu erhöhen und nach aussen als eine transparente und nachvollziehbare Struktur zu erscheinen.

So setzt sich die Konferenz «Diakonie Schweiz» zusammen