Ihr Browser ist nicht auf dem aktuellsten Stand, weswegen diese Website nicht korrekt dargestellt werden kann. Aktualisieren Sie bitte Ihren Browser.
Weitere Informationen
INTERNATIONAL
Tore der Freiheit
Das Reformationsjubiläum bekommt  2017 in Wittenberg seine eigene  Weltausstellung. Die Schweiz ist ökumenisch auf 400 m2 dabei.

In der Zeit vom 20. Mai bis 10. September 2017 findet in der Lutherstadt Wittenberg (45 Minuten von Berlin entfernt) die Weltausstellung Reformation unter der Überschrift «Tore der Freiheit» statt. Sie inszeniert Wirkungsgeschichte, Gegenwartsbezüge und Zukunftsfähigkeit der Reformation. Kirchen, Einrichtungen aus Kultur und Wirtschaft und nicht zuletzt die Zivilgesellschaft stellen ihre Sicht auf die Reformation dar und illustrieren exemplarisch deren Zukunftspotenzial. Rund 100 Aussteller können die Besucherinnen und Besucher, die zum Reformationsjubiläum 2017 Originalorte der Reformation aufsuchen werden, mit dem begeistern, was sie der Reformation verdanken, und zeigen, welche Impulse sie aus Anlass dieses Jubiläums setzen. In den ehemaligen Gräben um die mittelalterliche Stadt – heute eine riesige Grünanlage – strukturieren sieben thematische Begriffe die verschiedenen Orte der Ausstellung. Jeder dieser sieben Torräume wird nach Entwürfen von Studierenden aus Kunsthochschulen und Universitäten erstellt.

Wittenbergische Stimmung im Auge des Künstlers

Auf einer im Bereich «Kultur» für die Schweiz reservierten Fläche von 400 m2 werden die Besucherinnen und Besucher in einem grossen Ausstellungsraum empfangen. Hier erwarten sie vier Themenbereiche: Im «Raum Zwingli» am Eingang sprechen plastische Darstellungen von Zwingli und Calvin die Besucher an. Dort wird der schweizerische Umgang mit der Reformation dank einer visuellen Präsentation von Zwingli, Calvin und Niklaus von Flüe erläutert. Hier werden aktuelle Aspekte der Schweiz dargestellt, die durch das religiös geprägte 16. Jahrhundert beeinflusst sind.

Im «Raum Prophezei» wird die Zürcher Bibel von 1531 präsentiert, deren Erstellung nur dank der Bibelgespräche möglich wurde, welche Zwingli ab 1523 in Zürich ins Leben rief. Ein Originalexemplar dieser Bibel ist im Zentrum eines Raumes ausgestellt. Auf den umgebenden Wänden werden in voller Grösse Reproduktionen farbiger Holbein-Illustrationen dargestellt, die in dieser Bibel zu sehen sind.

Gutenberg trug unwissentlich zur Reformation bei

In dem nach dem Drucker der Zürcher Bibel benannten «Raum Froschauer» wird eine Gutenbergpresse stehen, mit der zwischen Mai und September 2017 «die Bibel zum 500-Jahre-Jubiläum» gedruckt wird. Berufsfachleute und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reproduzieren Seiten der modernen Zürcher Bibel und fordern die Besucherinnen und Besucher zum Mitmachen auf. Ihre Seiten können sie als Souvenir mit nach Hause nehmen.

Im «Raum Künstlerei» kann man zeitgenössische Werke schweizerischer Künstlerinnen und Künstler bewundern, die zur Aufgabe hatten, die Zürcher Bibel nach dem Vorbild Holbeins, dessen Illustrationen man im vorhergehenden Raum bewundern konnte, bildlich auszugestalten.

Zusätzlich zur Ausstellung sind im Laufe der vier Monate viele Events am Rande der Ausstellung geplant, insbesondere Gespräche mit Künstlern, Politikern, Akademikern, Journalisten und Kirchenvertretern.

Gesamtkonzeption: Gabriel de Montmollin (ehemals Expo.02)

Künstlerisches Konzept: Juri Steiner (ehemals Zentrum Paul Klee)

Architektur und Szenografie Emanuel Christ, Christoph Gantenbein (Christ & Gantenbein Basel)
 

Links

>> Weltausstellung Reformation