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ÖKUMENE
Gemeinsam zur Mitte
Die ökumenische Dimension des Reformationsjubiläums

Der nationale ökumenische Gedenk- und Feiertag
unter dem Motto « Mehr Ranft » am 1. April 2017 in
Zug ist für die reformierte und die römisch-katholische
Kirche der Schweiz eine Gelegenheit, zum ersten
Mal gemeinsam einen ökumenischen Anlass im Gedenken
an die Reformation und an Niklaus von Flüe
zu organisieren.
An diesem Tag möchten die Kirchen ihre beiden Traditionen
zusammenführen und dankbar über den
sie verbindenden christlichen Glauben nachdenken.
Denn während Jahrhunderten war die Erinnerung an
die Reformation und an Niklaus von Flüe von Konfessionsstreitigkeiten
überschattet. Die Veranstaltung
steht unter dem Zeichen der Versöhnung.

Die Freilegung des Evangeliums
Beide Kirchen anerkennen heute, was die Reformation
Positives bewirkt hat: die Freilegung des Evangeliums
und auch die Botschaft der Gnade Gottes als
Grundlage des Lebens und des Heils. Niklaus von
Flüe ist ein Mann, der auf den Frieden zwischen Gott
und den Menschen gebaut hat. In der Geschichte der
Eidgenossenschaft erscheint er als Vermittler für das
gegenseitige Verständnis und den Frieden. Seit jeher
steht sein Name für die Überzeugung, dass das Verbindende
stärker ist als das Trennende. Das Tagesmotto
« Mehr Ranft » erinnert daran, dass das, was im
Zentrum des Glaubens steht, das Wichtigste ist.

Ermutigung zu ökumenischem Handeln
Das ökumenisch gefeierte Gedenkjahr 2017 lädt die
Kirchen dazu ein, das Evangelium mit einer Stimme
in Worten und Taten zu proklamieren, gemeinsam an
der Lehre Christi zu wachsen und die Differenzen zu
überwinden. Es bietet die Gelegenheit, sich klar für
den Weg zu entscheiden, der zu mehr Einheit führt.
Die Kirchen bestätigen ihre Verantwortung gegenüber
der Gesellschaft durch die Arbeit ihrer Hilfswerke.
Sie engagieren sich gemeinsam zum Beispiel
in der Spital- oder Gefängnisseelsorge, sie setzen sich
für die Asylsuchenden in den Bundeszentren ein, sie
verfassen gemeinsame Erklärungen zum Flüchtlingssonntag
und zum Menschenrechtstag, sie betreiben
die Kampagne Fastenopfer und zahlreiche Sozialprojekte
auf kantonaler und lokaler Ebene und engagieren
sich für die Bewahrung der Schöpfung.